Über mich, meine Hobbies und das Lernen

Autor: Rinma (Seite 1 von 2)

Ich habe einen eigenen E-Mailserver

Richtig gelesen, ich hoste einen eigenen E-Mailserver für meine privaten Domains. Da ich keinen Anbieter finden konnte der zu vernünftigen Preisen einen bezahlbaren Tarif zur Verfügung gestellt hat, habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen.
Folgende Kriterien sollte der Tarif enthalten, damit ich diesen als brauchbar betrachtet hätte:

  • Sollte bezahlbar sein
  • Sollte mehrere Adressen / Nutzer anbieten
  • Sollte externe Domains Einbinden können
  • Sollte einfach nutzbar sein

Ich konnte zwar einige Anbieter finden die zumindest die letzten beiden Punkte gut hinbekamen aber die ersten beiden Punkte waren für mich das entscheidende. Und da war es nun einmal so: Entweder bezahlbar und nur ein Nutzer oder mehrere Nutzer und unverschämt teuer. Also ging es los mit der Suche nach einer Open-Source Lösung für einen eigenen Server.

Bei dieser Suche fand ich viele Blogartikel, die dazu rieten es erst gar nicht zu versuchen, zu behaupten, dass es sich um eine schlechte Idee handelt oder Artikel die dann die Hardcore variante verwendet haben mit z.B Mailserver auf einem frischen Debian Server über konfigurations Dateien zu installieren. Natürlich, die letzte Variante funktioniert ganz sicher, aber ich wollte dann schon das es auch irgendwie einfach zu installieren und bedienen ist.

Mailcow Logo

In einem Artikel bin ich dann auf Mailcow gestoßen: Eine Mailserver Lösung verpackt in Docker mit grafischer Oberfläche und vielen zusätzlichen Funktionen oben drauf. Auf GitHub sah das Projekt sehr lebendig aus, die Dokumentation war einfach und verständlich. Das erstmalige konfigurieren und starten des Mailservers war ein Kinderspiel und schnell waren erste Ergebnisse zu sehen. Und damit fing dann erst recht der Spaß an.

Als nächstes hieß es eine Domain mit dem Server zu verbinden und so einzurichten das man E-Mails versenden und empfangen kann, ohne das andere E-Mail Anbieter einen für Spam halten oder die E-Mails direkt ablehnen.
Dies gestaltet sich in Mailcow sehr einfach: Domain in einem grafischen Menü einfügen und die dann generierten und strukturiert angezeigten Werte in die DNS Zone der Domain einfügen. Dabei denkt Mailcow an alles, was später benötigt wird, um nicht als Spam eingestuft zu werden, SPF, DMARC, DKIM Keys und reverse Einträge. Und obendrauf gibt es noch die passenden DNS Records für Autodiscovery in E-Mailclients eingerichtet.
Zu vielen dieser Punkte gibt es auch Links zu passenden Dokumentationen und Generatoren.

Ist alles eingerichtet, zeigt Mailcow auch gleich an, ob die DNS Einträge alle richtig gesetzt sind und zeigt dies mit einem grünen Häckchen verständlich an.

In der Oberfläche lässt sich so gut wie alles Konfigurieren was da Herz begehrt, Aliase, Umleitungen, Filter, Spam Schutz, sowie die Ressourcen die ein Postfach belegen darf. Auch ein Web Mail Client ist integriert, sodass man jeder Zeit und überall an seine E-Mails kommt.

Und wem dass noch nicht genug Argumente sind, kann Mailcow auch als OAuth Provider genutzt werden.

Nach nun fast einem halben Jahr im Einsatz bin ich vollstens zufrieden, und bereue es nicht im geringsten meinen eigenen Mail-Server zu betreiben. Auch mithilfe von Mailcow ist es mir gelungen in fast allen Mailprovidern, nicht als Spam markiert zu werden. Der einzige Provider der mir immer noch Probleme macht, ist Microsoft, die es wohl mit Spam Schutz etwas genauer nehmen als alle anderen.

Für jeden der es selber gerne einmal Probieren möchte, wird hier fündig:

  • Mailcow Dokumentation: https://mailcow.github.io/mailcow-dockerized-docs/
  • Zum Testen: https://www.mail-tester.com/

Ein GameOff Jam recap

Ich habe dieses Jahr das erste Mal am GameOff Game Jam teilgenommen, der über den ganzen November ging, und ein Spiel dafür erstellt.

Das Endergebnis ist zwar nicht überwältigend oder spielerisch wertvoll, aber ich hatte höllisch viel Spaß dabei es immer weiter mit Leben zu füllen und immer neue Dinge zu erlernen. Aber fangen wir doch am Anfang an.

Am Anfang da wart das Thema, und das Thema war „Moonshot“. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, hier ein paar Vorschläge von der Game Jam Seite:

  • Ein sehr ambitioniertes Projekt
  • Etwas auf den Mond schießen oder dort Hinbringen
  • Ein Objekt, das eine sehr weite Strecke zurücklegt
  • Eine denkweiße um das bis dahin geglaubte unmögliche zu erreichen

Das erste was ich in diesem Jam gelernt habe: Rede mit so vielen Leuten wie möglich!

Jeder hat eine andere sichtweiße und andere Ideen, wenn er das Thema hört. Die, für mich, beste Idee kam bei einem Gespräch mit meinem Bruder: Wir schießen den Mond ab. Nun da die Idee da war, kam noch die Frage des „Warum“. Niemand würde einfach losgehen und sagen: „Mensch heute hab ich mal Lust den Mond zu vernichten“. Auch diese Frage wurde schnell ergründet: Wir sind ein Bösewicht der zeigen möchte, dass er, der böseste von allen ist. Damit haben wir auch gleich die Grundlage für die Gegenspieler, die natürlich selber beweisen wollen dass Sie die bösesten sind.

Als Technologien kamen die zum Einsatz, mit denen ich schon länger experimentier, aber noch nie etwas „Produktives“ erstellt habe. Verwendet habe ich:

Als Programmiersprache hab ich C#/Mono verwendet. C# war ich schon von meinen Experimenten mit Unity gewöhnt und GDScript hat mit, trotz seiner Einfachheit, nie wirklich zugesagt. Aber das ist ja das Nette an Godot, man ist nicht an die eine Wahl gebunden, sondern kann sich aussuchen was einem am besten gefällt.

Nun ging es los mit den Überlegungen was denn alles im Spiel vorhanden sein sollte. Ich wollte das ganze als Strategie Spiel mit Aufbau Elementen und einem Wusel Faktor wie bei Siedler. Natürlich muss das Spiel 3D sein. Es soll drei Ressourcen typen geben, Geld, Energie und Forschung, und 5 Gebäude. Es soll eine Möglichkeit geben die Gegner zu sabotieren aber auch selber sabotiert zu werden. Dagegen war angedacht Sicherheitskräfte anzustellen, die das Sabotieren schwerer machen sollten.

Und hier hab ich meinen ersten Fehler begangen. Im nachhinein war das alles recht einfach zu lösen, nur wenn man nebenbei erst noch 3 Tools und eine Programmiersprache lernen muss, dann war das doch alles etwas zu viel.

Auch wollte ich lieber in einem Team arbeiten als alleine, denn mit anderen kann man Probleme austauschen, Ideen pitchen und auf Reaktion warten. Es kommen verschiedene Ideen und Lösungen zusammen und das ganze macht einfach mehr Spaß. Nun ist das ganze halt ein Freizeitprojekt und auch wenn ich zwei Team Mitglieder hatte, war es schwer zusammenzuarbeiten. Das lag einfach daran, das jeder von uns auch ein Privatleben und Verpflichtungen hat. Auch ich hab es nicht jeden Tag geschafft etwas an dem Spiel zu arbeiten, einfach, weil mir die Zeit oder schlicht und einfach die Lust gefehlt hat.
Da sind dann Game Jams die nur über ein Wochenende gehen besser. Es ist einfacher 3 Tage zusammenzukommen als über einen Monat verteilt.

Ich muss auch gestehen, dass ich sehr gerne prokrastiniert habe. Aber nie wirklich unproduktiv. Als es darum ging den „Angestellten“ Intelligenz zu gegeben habe ich lieber eine CI/CD Pipeline aufgebaut. Anstatt mich um die UI im Spiel zu kümmern, hab ich lieber 3D Modelle erstellt. Ich hätte auch Bugs fixen können, hab aber lieber Tools zur zusammenarbeit ausprobiert oder gehostet (die niemand verwendet hat). Ich habe viel Zeit mit nebensächlichen oder leichteren Aufgaben verbracht, die das Projekt aber nicht voran gebracht haben.

Je weiter das Projekt war, desto einfach wurde es. Denn wie es so schön heißt „Aller Anfang ist schwer“. Tatsächlich sind ca 70% der aktuellen Version in der letzten Woche des Jams Endstanden. Ja das Spiel bräuchte noch sehr viel Feinschlief, generell mehr Inhalt wie ein Tutorial, verständliche UI oder generell mal eine richtige UI. Auch fehlen noch viele geplante Inhalte, die Sicherheit zum Beispiel fehlt noch komplett.
Aber der Game Jam ist vorbei und somit wird dieses Projekt auch erst einmal auf Eis gelegt und sich zu neuen Projekten, die auch schon ewig auf der ToDo liste liegen, gewandt.

Wer dennoch Lust hat sich das Spiel, oder geschweige denn den Code, anzusehen und zu Testen der soll unter folgenden Links fündig werden:

Da ich gefühlt den Haushalt alleine mache, besteht mein Sonntag bisher aus folgenden Aktivitäten:

  • Staubsaugen
  • Spülen
  • Feucht durchwischen
  • Staubwedeln
  • Bad putzen
  • Wäsche machen

Aber so ist das halt an einem Sonntag, was will man da machen :-/

« Ältere Beiträge

© 2021 Marvin's Site

Theme von Anders NorénHoch ↑